NTC

Interludium III - Pause in der Chamber of Eyes

SL: Gerade eben in die Chamber of Eyes eingedrungen, haben die Charaktere bereits ihren ersten Kampf mit den Wachen - Goblins und Bugbears - hinter sich. Während unzählige Augen, die in den grünlichen Stein der Wände graviert sind, sie anstarren, gleitet der letzte Gegner tot von ihren Klingen. Sie verbarrikatieren sich für eine kurze Pause in der kleinen Wachstube.

Dies wäre eine gute Gelegenheit, dass die Charaktere etwas über sich erzählen, und auch darüber, wo sie herkommen und was sie prägt oder beeindruckt (hat).

Skar: Skar wischt seinen Zweihänder an einem der Betten ab, behält ihn jedoch in der Hand. In seinen Augen leuchtet noch immer der Kampfesdurst, während die letzten Funken um ihn langsam verschwinden. Dann lässt er sich nieder, das Schwert auf seinem Schoß, und lehnt den Kopf zurück. Ein Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus, er scheint den Augeblick zu genießen. Schließlich richtet er den Blick auf Rhogar, der im letzten Kampf am meisten abbekommen hat, und nickt anerkennend.

Rhogar: Rhogar steht schwer Atmend im Eingang und blickt ständig in alle Richtungen um nach weiteren Angreifern Ausschau zu halten, während er versucht das Blut von der Rüstung zu wischen. "Das waren mal würdige Kämpfer! Ohne deine mitreißende Kampfesslust hätten die mich beinahe besiegt." Rhogar pausiert kurz als er nach Angreifern Ausschau hält. "Es wird Zeit das ich mich daran gewöhne das unsere Gruppe nicht mehr dieselbe ist wie vor einem Jahr als ich meinen ersten Auftrag als Söldner erhielt. Im Kampf vernachlässige ich meine Verteidigung weil ich mit Fargrims göttlicher Unterstützung rechne und ich vergesse das ich nicht mehr der einzige bin der die Front hält. Sag mal Skar, wo hast du eigentlich gelernt so zu Kämpfen?"

Skar: Skar streicht bei der Frage über sein Schwert, fährt die Kratzer und Rillen mit dem Finger ab. "Kampf liegt mir im Blut. Es ist als will die Welt dass ich kämpfe.", sagt er schließlich. "Es ist als antwortet der Boden auf meine Schritte, als singt die Luft mit meinem Schwert ... vielleicht kann Balthasar dass besser erklären." Er macht eine kurze Pause und scheint zu überlegen. "Den Rest habe ich von Alek. Er hat mir beigebracht meine natürliche Begabung mit Training zu koppeln, auf mehr zu achten als nur den nähesten Gegner und den nächsten Hieb." Skars Blick schweift in die Ferne, als er von Alek erzählt. "Ich habe nie alles verstanden was er mir beibringen wollte. Ich glaube du wärst ein würdigerer Schüler gewesen, Rhogar." Skar lacht. "Vergangenheit, nutzlos. Was zählt ist was wir heute tun, nicht was wir gestern wollten."

Finnan: "Ich mußte mir alles selbst beibringen. OK den ein oder anderen Kniff habe ich mir abgeguckt, das gebe ich zu. So ist das auf der Straße ! Wir Halblinge sind ja nicht so geschaffen für 'die erste Reihe', aber ihr zwei macht das echt gut !" Finnan sieht sich in dem Raum um, durchkemmt die Betten nach wertvollen Gegenständen. "Diese Goblins sind ja echt mittellose Geschöpfe. Nicht mal Essen haben sie hier !" Er schmeißt sich auf eines der Betten. "Na wenigstens das scheint recht weich zu sein. Ich mache eine kurze Rast, die letzten Tage waren sehr anstrengend. Weckt mich wenn mein Teil der Wache dran ist !"

Rhogar: "Finnan wir warten nur kurz ab ob jemand kommt. Diese Position ist gut zu Verteidigen, sollte es unbemerkt geblieben sein dann werden wir weitergehen! Skar, du hast schon recht das man nicht in der Vergangenheit leben sollte, aber wer nicht aus dem vergangenen lernt ist ein Narr. Wir Dragonborn geben unsere Kampfkunst seit unzähligen Generationen an unsere Nachfahren weiter und jede Generation versucht dieses Wissen noch zu verfeinern, zu erweitern und gibt dieses ebenfalls an seine Kinder weiter. So werden wir von Generation zu Generation immer bessere Krieger, nicht umsonst sind wir als Gegner so gefürchtet."

Skar: Skar erhebt sich wieder und steckt sein Schwert weg, nachdem eine kurze Weile kein Angreifer zu sehen war. "Du hast von deinem Vater kämpfen gelernt, Rhogar? Er hat ganze Arbeit geleistet." Skar schaut nochmal an sich herab und schüttelt den Kopf. "Kein Kratzer ... Alek, mein Vater, hat ähnlich gekämpft wie du. Er meinte stets man soll mit Kopf kämpfen." Skar grinst. "Er meinte nicht ihm den Gegner in den Bauch rammen." Dann wird er wieder ernst. "Es war wohl mehr Wunschdenken dass ich in seine Fußstapfen trete. Was macht dein Vater? Will er nicht dass du sein Erbe übernimmst?"

Rhogar: "Alek klingt wirklich nach meinem Vater. Kämpfe mit dem Kopf und deinen Kameraden, das ist die wahre Stärke eines Söldners! Er trainierte mich gut und mein Ziel war es ihn eines Tages zu übertrumpfen, doch er hatte immer einen neuen Trick auf Lager. (Rhogar lacht, wird aber dann schnell ernst) Leider ist es jetzt dafür zu spät, wegen diesen vermaledeiten Kultisten sitzen Finnan und ich in dieser Welt fest, ein Wiedersehen wird es wohl erst im Jenseits geben."

Skar: Skar lächelt bei Rhogars Worten über Alek, schaut dann jedoch ziemlich verwirrt drein. "Kultisten? Welt?" Er lässt seinen Blick über die Gruppe schweifen. "Ihr seid nicht aus dem Grey Vale?"

Finnan: "Rhogar hat recht, auch wenn ich mich nur mehr dunkel erinnern kann. Allerdings war die Welt aus der wir kamen der aktuellen sehr ähnlich. Ich fühle mich ja an jedem Ort gut, solange die Gesellschaft paßt. Hab ja nachdem ich meine Eltern verließ längere Zeit durchs Leben schlagen müssen bevor ich zur NTC beigetreten bin. Da war der Spaß recht selten gesäht. Aber mit Rhogar und den anderen auf Abenteuer zu gehen hat die harte Zeit bereits fast vergessen lassen. Und Du scheinst auch ein recht fähiger Kerl zu sein, auch wenn Du manchmal noch etwas wortkarg wirkst. " Finnan grinst, liegt auf dem Bett und streckt sich, gähnt herzhaft. "Wann gehts weiter ? Langsam werd ich müde."

Vyrellis: Unerwartet meldet sich Vyrellis, an ihrer Kordel an Balthasar baumelnd, zu Wort: "Jetzt spielt euch nicht so auf. Ein paar Goblins und Bugbears zu töten - das macht euch noch nicht zu Champions. Und offenbar seid ihr schon davon so außer Atem, dass ihr eine kurze Pause benötigt!" Dann murmelt sie leise, als ob sie nur zu sich selber spricht: "Aber interessant, dass die Geschichte verdammt ist, sich immer zu wiederholen. Erneut hat Ghaunadaur nur Leid über jene gebracht, die bei ihm Schutz gesucht haben ..."

Skar: Skar fährt herum, als Vyrellis zu sprechen beginnt, seine Hände liegen bereits am Griff des Zweihänders auf seinem Rücken. Dann erkennt er den Kopf und entspannt sich wieder. Bei ihren leisen Worten wirft er einen Blick auf die vielen Augen an der Wand. "Ghaunadaur? Wer bei dem Wahnsinnigen Schutz sucht hat sein Leid selbst verschuldet ..." Vorsichtig streckt er die Hand aus um eines der Augen zu berühren. Es ist offensichtlich dass ihm nicht wohl bei dem Gedanken ist in einem Heiligtum des Ghaunadaur zu verweilen, seine Augen schweifen immer wieder durch den Raum. Schließlich geht er zu einem der toten Bugbears, dreht ihn mit dem Fuß auf den Rücken und sucht nach einem Symbol des Ghaunadaur. "Vielleicht hat das hier ja doch nichts mit dem verrückten Gott zu tun."

SL: Weder der Bugbear noch andere Wachen tragen ein Zeichen Ghaunadaurs.

Skar: Skar wirkt etwas erleichtert, als sich keine Zeichen des Ghaunadaurs finden. "Scheint als haben wir es nur mit gewöhnlichen Goblins zu tun, nicht mit Fanatikern." Dann schaut er wieder zu Finnan und Rhogar. "Ihr kommt also nicht von Faerun? Seit ihr übers Meer hierher gekommen? Habt ihr es gesehen? Hab bisher nur davon gehört, aber es muss faszinierend sein. Ich war auf dem Weg dorthin, nach Waterdeep, als ich wegen des plötzlichen Winters hier gestrandet bin."

Finnan: "Übers Meer nicht aber über einen reißenden Strudel, in dem wir einen Champion von Orcus bekämpft haben ! Und danach mußten wir ein eigenartiges Höhlensystem durchqueren, in dem es feuerspeiende Skelettköpfe gab, und Teppiche, aus denen Skeletthorden strömten ! Ja ja, so wars ! Dann fanden wir endlich den Ausgang - ja, und dann waren wir hier, in dieser Welt ... die Erinnerungen daran sind schon recht dunkel, ist ja schon lange her. Weißt Du noch genaueres, Rhogar ?"

Rhogar: Rhogar starrt wie hypnotisiert auf den sprechenden Schrumpfkopf, erst als er seinen Namen hört schreckt er auf. "Ähmm ... wie wir hierher gekommen sind? Wir haben einen Orkus Kultisten bekämpft, der dabei war ein Portal zu seiner Gottheit zu öffnen. Wir konnten ihn rechtzeitig stoppen, aber das kollabierende Portal riss uns in die Shadowfell, eine gefährliche dunkle Zwischenwelt. Wir konnten nicht mehr zurück, fanden aber einen Ausgang der in diese Welt führte. Der Zugang existiert jetzt jedoch nicht mehr und wir sind hier gefangen in dieser seltsamen Welt in der so vieles gleich und doch vieles anders ist. Aber ich glaube wir erzählen dir besser mehr, wenn wir wieder in Ruhe in der Taverne Sitzen. Wer ist eigentlich dieser Ghaunadaur?"

Skar: Skar folgt Rhogar aufmerksam, scheint jedoch immer noch nicht ganz zu verstehen was gemeint ist. "Hmm, was solls, ihr seid jetzt hier, das ist was zählt. Ghaunadaur ist ein böser, wahnsinniger Gott ... allem was mit ihm zu tun hat sollte man grundsätzlich mißtrauen. Wenn du mehr wissen willst musst du Balthasar oder einen Priester fragen."

Balthasar: "Natürlich ... Ghaunadaur ... die Augen. Warum ist mir das nicht schon vorher aufgefallen. Ghaunadaur war der Gott der Drow und der Unterwelt. Sein Zeichen war ein heimtückisch dreinschauendes Auge. Für diesen alten Gott zählten Gesetze und Traditionen nicht das geringste. Er trieb seine Anhänger zu Gewalt und Zerstörung. Nicht zuletzt war er der Grund warum das Reich der Minotauren zugrunde ging. Als die Minotauren den Underdark überrannten und Teile der dort lebenden Drow versklavten begannen einige der Minotauren Ghaunadaur zu huldigen. Die Zwietracht die dies sähte gipfelte schließlich in einen vernichtenden Bürgerkrieg der das Minotauren Reich zu Staub zerfallen ließ."

Vyrellis: Wehmut ist in der Stimme der Minotaurin: "Ghaunadaur ... die Schuld an allem geben ... so wie Karavakos es tat. Ich möchte nicht abwägen müssen, was schlimmer ist: Ghaunadaur zu dulden oder sich gegen ihn zu stellen. So viele Minotauren sind gestorben. Doch wozu? Für Baphomet?" Leise fügt sie noch hinzu: "Für ... Baphomet." Dann verstummt der Kopf wieder.

Skar: Skar hört Balthasar aufmerksam zu und ist diesmal nicht ganz so erschreckt als Vyrellis etwas hinzufügt. Noch bevor sie ganz zu Ende gesprochen hat ergreift er jedoch das Wort. "Ghaundaur dulden oder sich gegen ihn stellen? Ein wahnsinniger Gott der nur auf Zerstörung aus ist? Bei Tempus, ich muss da keine Sekunde abwägen!" Er ballt die Hände zur Faust, Kampfeslust scheint in seinen Augen.

Rhogar: "Da gibt es so viele Götter hier und trotzdem werden die bösen, wahnsinnigen Götter weiterhin angebetet. Und warum versuchen diese Kultisten immer Portale zu ihrer Gottheit zu öffnen, zu ihrer Gottheit kann meine Axt sie auch ohne Magie schicken. (Rhogar lacht)"

Finnan: "Die Sache mit den Göttern scheint euch ja sehr zu befassen. Nun gut, Gottheiten die nur auf Zerstörung aus sind haben auch bei mir keinen Stein im Brett. Was soll das auch für einen Sinn machen, nur in der Welt zu leben um ihren Untergang herbeizuführen. Müssen schon recht arme Kreaturen sein, die so leben." Finnan blickt sie im Raum um: "Diese Augen machen mich langsam nervös, können wir den Weg dann bald fortsetzen ?