Rippers

14-Der Alptraum Der Grangers

Kurzfassung: Blackwell, Chi-Yu und Granger reisen auf Bitte der Familie Granger nach Edinburgh, um der Lodge dort zu helfen. Die war von den Behörden wegen Mordverdacht auf Anschuldigung von Lord McKermode von Edinburgh Castle geschlossen worden. Auch die Kirche, die der Lodge gehörte, und in der es weitere Säulen mit Hinweisen geben soll, war vernagelt und der Verwalter verhaftet und hingerichtet worden. Bei einer Beratschlagung im Heim der Grangers greifen Balank-Dämonen das Haus an, denen bei ihrem Tod weitere kleine Monster aus den Köpfen sprangen. Am nächsten Tag erfahren die Ripper von einem der untergetauchten örtlichen Ripper, dass er vor der Schließung der Lodge Papiere sichergestellt hat, die Hinweise auf einen Bauern im Umland enthalten, der ebenfalls Dämonen gesehen haben will. Der Bauer wird aufgesucht und erzählt, dass diese Dämonen in einer Höhle unter Edinbugh Castle wohnen. Man dringt Tags darauf in die Höhle, eigentlich Katakomben, ein. Dort verschwindet ein gut gekleideter Mann in einem dunklen Gang, ehe 12 der Dämonen über die Ripper herfallen. Blackwell wird getötet, ebenso Begleiter aus der Lodge (Extras). Granger und Chi-Yu fliehen mit ihrem Leben.


Auszg aus dem Brieftagebuch von Georgina Granger:

Liebster Finn,

sei froh dass Du tot bist. Ich kann kaum schreiben, da mir meine Tränen immer wieder das Papier aufweichen und die Tinte verschmieren. Als dieses Bestie Dich mir damals entrissen hat, dachte ich es könne nichts mehr passieren was schlimmer ist. Ich dachte nichts könnte mich mehr erschüttern, nichts mehr berühren. Ich dachte, ich hätte den Abgrund bereits gesehen.

Nachdem wir die Hexe zur Strecke gebracht hatten uns meine und Williams Verpuppung aufgehoben war, setzte ich alles daran nach Edinburgh zu kommen. William und Chi-Yu, den Scotland Yard endlich aus den Krallen gelassen hatten, begleiteten mich. Ich war so froh. Nicht nur endlich wieder einmal Heimatluft zu schnuppern und meinen Freunden und Mitstreitern ein bisschen was von unserer schönen Stadt zeigen zu können. Nein, nun endlich Deinen Tod zu rächen, meine Schuld an Megan zu begleichen. All dies schien in greifbarer Nähe. Als wir zur Kirche kamen, mussten wir feststellen, dass das Haupttor mit Brettern vernagelt war und der Nebeneingang verschlossen wurde. Etwas ratlos führte ich William und Chi-Yu zunächst einmal zum Wohnhaus meiner Eltern. Mum, Robert & Harry waren da. Was sie uns zu berichten hatten war in keinster Weise erfreulich. Die Polizei hat die Lodge geschlossen und meinen „Onkel“ Hamish, Hamish Fraser, festgenommen. Angeblich wurde er mit Leichenfunden in Verbindung gebracht. Diese Anschuldigung stammt, wie ich später bei der Polizei erfuhr, direkt von Lord McKermode., dem Burgverwalter von Edinburgh Castle, diesem Landesverräter im Dienste der englischen Krone. William und ich gingen zur Polizei um mehr zu erfahren. Wir gaben William als Geistlichen auf den Spuren von Heiligenstatuen aus, von denen 2 bestimmte in eben unserer Kirche „St. Bridget“ zu finden sein. Wir behaupteten uns Sorgen zu machen, da wir mit Hamish Fraser, der ja der Verwalter des Gebäudes ist, verabredet waren und er nicht aufzufinden und die Kirche vernagelt sei. Der Inspektor informierte uns darüber, das Hamisch Fraser verhaftet worden war, dass seinem selbstherrlichen Treiben, welches unter dem Vorwand von Dämonenjagt und Hexenaustreibung gleich der mittelalterlichen Inquisition, ein Ende bereitet wurde. Als wir anschließend zurück zu Hause waren, um Bericht zu erstatten und zu beraten was nun zu tun sei, brach plötzlich die Hölle über uns herrein. Zum Glück war Dad bereits zurück, so konnten wir die Kreaturen teilweise vernichten und den Rest in die Flucht schlagen. Fünf von diesen Wesen, von denen eines Dich auf dem Gewissen hat, drangen über die Fenster ein. Kaum hatten wir eines erschlagen, platzte sein Kopf auf und ein kleines, aber nicht minder gefährliches kam daraus hervor. Vier von diesen Kleinen konnten wir ebenfalls erschlagen, eines entkam.

Als wir uns halbwegs wieder zusammengeflickt hatten, warteten wir den Schutz der Nacht ab und machten uns dann zur Kirche auf. Unsere Bibliothek war noch nicht abtransportiert worden. Nachdem wir die ganze Nacht regerschiert haben fanden wir endlich einige Informationen. Bei diesen Kreaturen handelt es sich um Balank-Dämonen, sie müssen beschworen werden, d.h. es gibt hier in Edinburgh irgendjemanden der dies getan hat. Allerdings können sie sich selbst reproduzieren, diese Babies wachsen innerhalb eines Tages zu ihrer vollen Größe aus. Die Fähigkeit diese Babies in sich zu erschaffen dauert aber offenbar einige Stunden, denn die Kleinen welche wir erschlagen haben, brachten keine weiteren aus sich hervor. Kurz vor Sonnenaufgang verließen wir die Kirche und kehrten ins Wohnhaus zurück, dort schliefen wir erst mal ein paar Stunden. Nachmittags statten wir dann Daniel einen Besuch ab, er ist immer noch so chaotisch. Tja, unser Herr Künstler. Er hatte die Papiere von Onkel Hamish aus der Lodge geborgen, bevor die Polizei sie finden konnte. Diesen konnten wir aber nur eine Neuigkeit entnehmen, nämlich das ein Bauer aus dem Umland von Edinburgh einen dieser Dämonen gesehen hat, und wo dies geschehen ist. Am Weg zu Daniel wurden wir, William und ich, verfolgt. Doch Dank Chi-Yu, der sich aus Sicherheitsgründen immer etwas abseits hält, wurden unsere Verfolger aufgehalten und konnten somit nicht mehr herausfinden wohin wir gegangen waren.

Wir suchten also diesen Bauern auf, dieser beschrieb das Höllengeschöpf doppelt so groß und mit einigen Hörner, aber im Grunde war es der Balank-Dämon. Humanuider Körper, blaue Haut, Krallen, Reißzähne und große ledrige Schwingen. Die Kreatur kam von der Burg her. Jedes Kind in Edinburgh weiß das es am Berghang zu Edinburgh Castle einige Höhlen gibt die zu unterirdischen Gängen und Katakomben führen. Wir legten uns also in der Nähe auf die Lauer. Wir sahen wie 3 der Dämonen eine der Höhlen verließen, sie flogen in den Nachthimmel davon. Wir waren zu weit weg um etwas dagegen tun zu können. Wir holten Robert und Harry, sie wollten William, Chi-Yu und mich begleiten und im Kampf unterstützen. Ach hätte ich sie doch niemals darum gebeten. Könnte ich die Zeit zurück drehen, ich würde es tun, Du weißt wie weit. Wir schlichen uns also in diese verdammte Höhle, entlang der Wände starrten uns mehrere Hundertschaften leerer Augenhöhlen an. Totenschädel soweit das Auge reichte. Die Höhle war sehr verzweigt und nach einiger Zeit vernahmen wir aus einem der vielen Gänge den Schrei einer Frau und furchtbare Freßlaute, sowie das Geflatter von großen Flügeln. Wir folgten diesen grauenhaften Geräuschen und kamen zu einer raumartigen Höhe, dort bot sich uns ein schreckliches Bild. 12 dieser Kreaturen machten sich über einen Frauenkörper her, wir schlossen dies aus den Kleidungsfetzen, denn von ihr war nicht mehr viel übrig. So muß es wohl aussehen wenn in Afrika die Geier einen Kadaver verschlingen. Im Hintergrund dieser Szene konnten wir gerade noch sehen, wie ein sehr gut gekleideter Mann in einen der hinteren Gänge verschwindet. Plötzlich passte für mich Eines zum Andern, ich traue mich wetten zu wissen wer der Mann ist und warum Onkel Hamish von ihm in Misskredit gebracht wurde. Mein erster Impuls war loszuschlagen, doch die Vernunft sagte mir dass wir zu fünft, trotz unserer Fähigkeiten , nicht viel gegen diese 12 Höllenbestien würden ausrichten können. Wir drückten uns in den Schatten, doch sie entdeckten uns und es kam zum Kampf. Kampf sage ich, Massaker meine ich. Harry wurde von einem mit fortgerissen, wir fanden seinen Leichnam anschließend am Fuße des Berges. Mit wir meine ich Chi-Yu und mich. William und Robert wurden regelrecht zerfleischt. Selbst Chi-Yu war hart angeschlagen, er hatte aber auch die meisten der Dämonen vernichtet. Meine Verletzung dagegen war eher gering, zumindest die physische. Ich denke wir haben ca. die Hälfte der Kreaturen vernichtet, aber zu welchem Preis. Mum ist nur noch am Heulen. Dad versucht sie zu trösten und predigt immer wieder das sie wussten worauf sie sich eingelassen hatten, dass das nun einmal dazu gehört, wir sind schließlich Ripper. Doch ich weiß auch er ist unendlich traurig über den Verlust.

Der Mut verlässt mich, ich frage mich wozu das alles. Warum kann nicht zur Abwechslung mal wer anderer die Welt retten? Warum soll nur ich die Menschen verlieren die ich liebe? Für immer Deine Georgina